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Walking on the beaches, looking at the peac^Wboats

Das neues Album haben die Würger bereits letzten November auf den Markt gebracht, eine Single-Auskopplung gab es ja leider nicht. Und eine Tour? Tja, die gab es leider auch nicht - zumindest nicht in D-land. Ende Mai kam es mir dann zu Ohren, dass die Stranglers am 19. 6. 99 nach Kiel kommen würden - und einige Telefonate später war auch geklärt, warum keiner sagen konnte, wo es Karten gibt: Kieler Wocher, RSH-Musikzelt, freier Eintritt!

Der neunzehnte war gekommen, die Züge der Bahn glücklicherweise pünktlich und so war dann auch nach knapp sieben Stunden Fahrt der Norden der Republik erreicht. Bis zum Konzert blieb noch etwas Zeit zur Nahrungsaufnahme - walking on the beaches looking at the pe^H^H boats...

Kurz nach 19:30 ist es dann soweit. Nach kurzer Anmoderation starteten sie mit "Grip" als Opener in ein Set, dass ich so nicht erwartet haette (siehe rechts). Sie stellten nicht ihr "neues" Album vor, sondern zeigten sich von ihrer besten Seite! Wie beschrieben es doch die Kieler Nachrichten:

Drummer Jet Black, schon immer einer der ältesten Punkmusiker der Welt, schlägt treuherzig seinen festen Backbeat. Dave Greenfield spielt seine psychedelische Kirmesorgel und mimt den schrulligen Briten, der mit abgespreiztem kleinen Finger das Bier zum Munde führt. Burnell (sic!) schlie▀lich ist noch immer ein hervorragender Bassist, dessen unverwechselbarer Sound bei einem Hit wie "Nice 'n' Sleazy" besonders markant hervorsticht.

Wie recht sie damit doch haben. Da muss man es auch mal verkraften können, wenn der Bass Verstärker fuer kurze Zeit ausfällt. Ein paar Handgriffe des Roadies ein besorgter Blick von JJ, aber schon ist es wieder da, das leichte Beben, das jeder seiner Fingerbewegungen folgt. Zufriedenes lächeln bei JJ, zufriedenes lächeln bei den Fans.

Aber nicht nur die Fans, auch die Band und das übrige Publikum hatten ihren Spaß an diesem Abend. Doch leider verging die Zeit mal wieder viel zu schnell und viele Songs die man sich noch gewünscht hätte wurden (wieder mal) nicht gespielt - aber wie soll man auch 25 Jahre Musikgeschichte in eineinhalb Stunden präsentieren, ohne etwas weg zu lassen?

Nochmals ein dickes Danke schön an André von RSH und viele Grüße an Matze, Ollyman & Freund - bis zum nächsten mal.

[Die Setlist war mit "Kiev Set" (26. 6., jedoch ausgefallen) überschrieben, Sinister und Tonight waren durchgestrichen und wurden leider auch nicht gespielt]